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Energieberater Heidelberg

Fachlich geprüft von Pascal Kinz, Gebäudeenergieberater (HWK) · Stand 17.09.2026

Rund 37 Prozent aller CO₂-Emissionen Heidelbergs entstehen bei der Wärmeerzeugung. Die Versorgung läuft etwa zur Hälfte über Fernwärme und zur anderen Hälfte über Erdgas und Heizöl.

Was in Heidelberg anders ist

Heidelberg ist die Stadt mit der deutlichsten Empfehlung im Vergleich. Der Wärmeplan nennt drei Punkte ausdrücklich: keine neuen Gas- oder Ölheizungen einbauen, Gebäude an Fernwärme anschließen oder den Ausbau abwarten, und außerhalb der Fernwärme-Ausbaugebiete früh auf Wärmepumpen umsteigen. Die Fernwärme soll hier bereits 2035 vollständig klimaneutral erzeugt werden — fünf Jahre vor dem Zieljahr der Stadt.

Die Wärmeplanung Heidelberg in Kürze

Kommunale Wärmeplanung Heidelberg

PunktStand
Beschluss15. November 2023 durch den Gemeinderat
Zieljahr klimaneutrale Wärme2040
GebietsauskunftZielszenario des Wärmeplans sowie die Karte der Stadtwerke Heidelberg mit aktuellen Anschlussgebieten und Ausbau-Prüfgebieten
Rechtliche Wirkungkeine Außenwirkung nach § 23 Absatz 4 Wärmeplanungsgesetz — Orientierung, keine Vorschrift

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Quelle: Stadt Heidelberg, Klimaneutrale Wärmeversorgung (heidelberg.de/2167309); Wärmeplanungsgesetz (WPG) § 23 · Stand 17.09.2026

Der Gebäudebestand in Heidelberg in Zahlen

Diese Zahlen stammen aus dem Wärmeplan der Stadt selbst — sie sind die belastbarste Grundlage, die für Ihr Quartier öffentlich verfügbar ist.

Wärmeversorgung und Gebäudebestand Heidelberg

KennzahlWert
Fernwärme heute (Ausgangswert 2040 gerechnet)434 GWh
zusätzlich durch Verdichtung erschließbar130 GWh
zusätzlich durch Netzausbau210 GWh
Rest über dezentrale Optionen400 GWh — hier führt kein Netz hin
Wärmebedarf sinkt durch Sanierung bis 2030rund 8 %
Wärmebedarf sinkt durch Sanierung bis 2040rund 16 %
Zuwachs durch Neubau bis 2040rund 3 %
Entlastung durch mildere Winter bis 2040rund 3 % (0,15 % pro Jahr, Trend der letzten 27 Jahre)

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Quelle: Stadt Heidelberg, Kommunaler Wärmeplan — Abschlussveranstaltung 26.09.2023, Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie · Stand 17.09.2026

Kostenlose Anlaufstellen in Heidelberg

Energieberatungs-Hotline der Stadt Heidelberg: 06221 5818141 (montags bis donnerstags). Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Kornmarkt 1.

Wann ein Energieberater Pflicht ist, was er kostet und woran Sie einen guten erkennen, steht gebündelt auf unserer Seite Energieberater: Kosten, Pflicht und Qualität. Die Förderung für den Heizungstausch rechnen wir unter Förderung Heizungstausch durch, die gesetzlichen Pflichten stehen unter Heizungsgesetz 2026.

Häufige Fragen

Ist die Wärmeplanung in Heidelberg für mich verbindlich?

Nein. Nach § 23 Absatz 4 Wärmeplanungsgesetz hat der Wärmeplan keine rechtliche Außenwirkung und begründet keine einklagbaren Rechte oder Pflichten. Er zeigt, welche Wärmeversorgung in Ihrem Quartier wahrscheinlich ist — entscheiden müssen und dürfen Sie selbst.

Wo sehe ich, in welchem Wärmegebiet mein Haus in Heidelberg liegt?

Über die von der Stadt veröffentlichte Karte: Zielszenario des Wärmeplans sowie die Karte der Stadtwerke Heidelberg mit aktuellen Anschlussgebieten und Ausbau-Prüfgebieten. Ob ein Fernwärmeanschluss für Ihr konkretes Gebäude möglich ist, beantwortet verbindlich nur der jeweilige Netzbetreiber.

Bis wann will Heidelberg klimaneutral heizen?

Das Zieljahr der Wärmeplanung ist 2040. Die Fernwärme in Heidelberg soll sogar schon 2035 vollständig klimaneutral erzeugt werden.

Bekomme ich in Heidelberg Fernwärme?

Vielleicht — aber längst nicht überall. Der Wärmeplan rechnet mit 434 GWh Fernwärme im Ausgangswert, 130 GWh zusätzlich durch Verdichtung und 210 GWh durch Ausbau. Rund 400 GWh müssen dauerhaft über dezentrale Lösungen gedeckt werden. Grob die Hälfte des Bedarfs bleibt also ohne Netzanschluss. Die Karte der Stadtwerke zeigt, wo Sie stehen.

Warum empfiehlt Heidelberg keine neuen Gas- und Ölheizungen?

Weil das Zieljahr 2040 lautet und die Fernwärme bereits 2035 vollständig klimaneutral erzeugt werden soll. Der Wärmeplan nennt drei Empfehlungen: keine neuen Gas- oder Ölheizungen, Anschluss an die Fernwärme oder Abwarten des Ausbaus, und außerhalb der Ausbaugebiete früher Umstieg auf Wärmepumpen. Eine rechtliche Pflicht ist das nicht.

Ist Fernwärme für einen denkmalgeschützten Altbau geeignet?

Häufig ja, und das ist ein Argument, das gerade in Heidelberg zählt. Fernwärme liefert hohe Vorlauftemperaturen, kommt ohne Außengerät aus und benötigt keine Schallschutzbetrachtung zur Nachbargrenze. Wo die Fassade nicht gedämmt werden darf und die Heizflächen klein sind, ist das oft die einfachere Lösung als eine Wärmepumpe.

Wie stark sinkt der Wärmebedarf in Heidelberg noch?

Der Wärmeplan rechnet mit einem Rückgang um rund 8 Prozent bis 2030 und 16 Prozent bis 2040 durch Sanierung. Neubauten erhöhen den Bedarf um etwa 3 Prozent, mildere Winter senken ihn um weitere 3 Prozent — der Trend der Heizgradtage der letzten 27 Jahre ergibt 0,15 Prozent pro Jahr.

Wo bekomme ich in Heidelberg kostenlose Auskunft?

Über die Energieberatungs-Hotline der Stadt unter 06221 5818141, montags bis donnerstags. Zuständig ist das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie im Palais Prinz-Carl, Kornmarkt 1.