Bei Photovoltaik entscheidet nicht die Modulleistung über die Rendite, sondern der Eigenverbrauchsanteil. Wer Strom selbst nutzt, spart den vollen Bezugspreis; wer einspeist, erhält einen Bruchteil davon.
Worauf es bei der Auftragsvergabe ankommt
- Eigenverbrauch vor Anlagengröße: eine kleinere Anlage mit hohem Eigenverbrauch rechnet sich oft besser als eine große mit Einspeisung.
- Ertragsnachweis einfordern — mit Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung, nicht als Pauschalwert je Kilowatt.
- Speicher rechnen, nicht mitkaufen: er lohnt sich erst ab einem bestimmten Nachtverbrauch.
- Wärmepumpe mitdenken: sie ist der wirksamste Eigenverbraucher und verändert die Auslegung.
- Dachzustand zuerst: Module auf ein Dach zu setzen, das in acht Jahren neu gedeckt wird, kostet die Demontage zweimal.
Photovoltaik in Wiesbaden: was realistisch ist
Für den Ertrag zählt die Dachausrichtung mehr als die Modulmarke. Süd bringt am meisten pro Kilowattpeak, Ost-West liefert dafür morgens und abends — also dann, wenn im Haushalt tatsächlich Strom gebraucht wird. Wer Wärmepumpe oder Wallbox betreibt, fährt mit Ost-West oft besser, obwohl die Jahressumme niedriger ist.
Was den Ertrag entscheidet
- Neigung und Azimut — nicht die Nennleistung der Module.
- Verschattung durch Nachbargebäude, Bäume und Schornstein, über den Tagesverlauf geprüft.
- Eigenverbrauchsanteil: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist deutlich mehr wert als eine eingespeiste.
- Zustand des Dachs — eine Anlage hält 25 Jahre, eine alte Eindeckung nicht. Abbauen und neu montieren kostet ein zweites Mal.
- Speicher nur, wenn er sich rechnet. Er erhöht den Eigenverbrauch, aber nicht jeden Haushalt trägt er wirtschaftlich.
Photovoltaik & Speicher: Fachbetriebe in Ihrer Region
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Häufige Fragen
Wie viele Angebote soll ich einholen?
Mindestens drei, und alle auf derselben Grundlage. Ohne gemeinsame Leistungsbeschreibung vergleichen Sie unterschiedliche Leistungsumfänge statt Preise.
Muss der Betrieb für die Förderung zertifiziert sein?
Für den KfW-Zuschuss zum Heizungstausch muss ein Fachunternehmen die Maßnahme bestätigen. Eine gesonderte Förderzertifizierung des Betriebs ist nicht erforderlich, wohl aber die fachliche Eignung für die jeweilige Anlage.