Fenster sind die sichtbarste und oft die unwirtschaftlichste Einzelmaßnahme: Sie kosten viel und sparen weniger als eine Fassadendämmung. Richtig eingeordnet sind sie trotzdem sinnvoll — nur selten zuerst.
Worauf es bei der Auftragsvergabe ankommt
- Nach der Fassade, nicht davor — sonst passen Einbaulage und Laibungen später nicht zur Dämmebene.
- Geförderte U-Werte einhalten: die Förderrichtlinie schreibt einen Höchstwert für das gesamte Fenster vor, nicht nur für die Verglasung.
- Einbau nach RAL mit innen dichter und außen diffusionsoffener Ebene — sonst wandert Feuchte in die Anschlussfuge.
- Lüftung mitplanen: dichte Fenster ohne Lüftungskonzept sind die häufigste Schimmelursache nach einer Sanierung.
- Förderung 15 Prozent, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent über das BAFA.
Fenstertausch in Wiesbaden: erst die Reihenfolge klären
Fenster sind die unwirtschaftlichste Einzelmaßnahme der Sanierung — das sagen wir, obwohl wir Fensterbetriebe vermitteln. Sie kosten viel und sparen wenig, weil die Fensterfläche gegenüber Wand und Dach klein ist. Sinnvoll werden sie, wenn die Scheiben ohnehin defekt sind, wenn Schlagregen eindringt — oder als Teil eines Pakets, dessen Reihenfolge stimmt.
Was zu prüfen ist
- Uw-Wert des gesamten Fensters, nicht Ug der Scheibe — der Rahmen entscheidet mit.
- Einbausituation und Anschlussfuge: Ein gutes Fenster in einer schlechten Fuge ist ein schlechtes Fenster.
- Reihenfolge zur Dämmung: Werden Fenster vor der Fassade getauscht, muss die Einbaulage zur späteren Dämmebene passen.
- Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 — dichte Fenster ohne Lüftungsplan verlagern das Feuchteproblem in die Wand.
- Förderfähige Ausführung: Die BEG verlangt bestimmte Uw-Werte; ein günstigeres Fenster kann die Förderung kosten.
Häufige Fragen
Wie viele Angebote soll ich einholen?
Mindestens drei, und alle auf derselben Grundlage. Ohne gemeinsame Leistungsbeschreibung vergleichen Sie unterschiedliche Leistungsumfänge statt Preise.
Muss der Betrieb für die Förderung zertifiziert sein?
Für den KfW-Zuschuss zum Heizungstausch muss ein Fachunternehmen die Maßnahme bestätigen. Eine gesonderte Förderzertifizierung des Betriebs ist nicht erforderlich, wohl aber die fachliche Eignung für die jeweilige Anlage.