Die Gebäudehülle entscheidet über die Heizlast — und damit über die Größe und die Kosten jeder Heizung, die danach eingebaut wird. Wer zuerst dämmt, kauft eine kleinere Wärmepumpe.
Worauf es bei der Auftragsvergabe ankommt
- Oberste Geschossdecke zuerst: das günstigste Bauteil mit der kürzesten Amortisation, oft in Eigenleistung möglich.
- Fassade vor Fenstern: wer die Fenster zuerst tauscht, muss beim späteren Dämmen die Laibungen nacharbeiten.
- U-Wert vorher und nachher im Angebot ausweisen lassen — er ist der Nachweis der Wirkung.
- Wärmebrücken und Feuchte mitdenken: eine dichtere Hülle ohne Lüftungskonzept verlagert das Problem, statt es zu lösen.
- Förderung 15 Prozent, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent über das BAFA — Energieeffizienz-Experte ist hier Pflicht.
Dämmen in Wiesbaden: was sich zuerst rechnet
Die Reihenfolge ist fast immer dieselbe, unabhängig vom Gebäude: oberste Geschossdecke, dann Kellerdecke, dann Fassade. Die Decke ist günstig zu dämmen und wirkt sofort, die Fassade kostet ein Vielfaches. Wer mit der Fassade anfängt, bindet viel Geld in die Maßnahme mit der längsten Amortisationszeit.
Worauf es beim Angebot ankommt
- U-Wert vorher und nachher, je Bauteil ausgewiesen — sonst ist die Förderfähigkeit nicht nachweisbar.
- Wärmebrücken an Fensteranschluss, Rollladenkasten, Balkonplatte und Dachanschluss.
- Kern- oder Einblasdämmung bei zweischaligem Mauerwerk — deutlich günstiger als ein Vollwärmeschutz, wo der Hohlraum es zulässt.
- Feuchte- und Schimmelrisiko: Nach dem Dämmen wandert der Taupunkt. Innendämmung braucht dafür eine Berechnung, keine Erfahrungswerte.
- Energieeffizienz-Experte ist bei der BAFA-Förderung für Hüllmaßnahmen Voraussetzung, nicht Beiwerk.
Häufige Fragen
Wie viele Angebote soll ich einholen?
Mindestens drei, und alle auf derselben Grundlage. Ohne gemeinsame Leistungsbeschreibung vergleichen Sie unterschiedliche Leistungsumfänge statt Preise.
Muss der Betrieb für die Förderung zertifiziert sein?
Für den KfW-Zuschuss zum Heizungstausch muss ein Fachunternehmen die Maßnahme bestätigen. Eine gesonderte Förderzertifizierung des Betriebs ist nicht erforderlich, wohl aber die fachliche Eignung für die jeweilige Anlage.